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Donnerstag, 1. Juli 2010
Fiori Concertati - Jubiläumskonzert
Vier Solisten von außergewöhnlichem Format Fiori Concertati in der Christus- und Garnisonkirche Im Rahmen der EXPO 2000 hatte das Ensemble Fiori Concertati seine Sommerkonzerte in der Christus- und Garnisonkirche begonnen, die seitdem alljährlich „Stürme der Begeisterung“ (so die Wilhelmshavener Zeitung) entfachen. Zum Jubiläumskonzert, das am Sonnabend, dem 31. Juli 2010, um 19 Uhr stattfindet, ist es Matthias Hengelbrock, dem Leiter des Ensembles gelungen, vier Vokalsolisten von außergewöhnlichem Format zu gewinnen.

Margaret Hunter (Sopran), Julie Comparini (Alt), Henning Kaiser (Tenor) und Matthias Lüderitz (Bass) gehören zu den herausragenden Nachwuchskünstlern der Alte-Musik-Szene und haben sich mit zahlreichen CD-Einspielungen gerade im Bereich barocker Sakralmusik einen Namen gemacht. Zusammen mit Fiori Concertati führen sie in der Christus- und Garnisonkirche Johann Sebastian Bachs g-Moll-Messe BWV 235 und Johann Ludwig Bachs Kantate „Mache dich auf, werde licht“ auf. Das Besondere dabei ist, dass kein Chor im herkömmlichen Sinne zum Einsatz kommt, sondern auch der vierstimmige Satz nur von den Solisten gesungen wird. Dies entspricht nach neueren musikwissenschaftlichen Erkenntnissen der Aufführungspraxis, für die diese Stücke komponiert wurden, und wirft ein völlig neues Licht auf die Klangbalance. Für Hengelbrock ist dieses Konzert der Höhepunkt seiner bisherigen Arbeit: „Als Amateurmusiker hat man ja immer mit diversen Beschränkungen zu kämpfen, aber wir haben uns seit jeher darum bemüht, das Niveau kontinuierlich zu steigern und unserem Publikum immer etwas Besonderes zu bieten, was es anderswo nicht hören kann. Dass es uns nun gelungen ist, Solisten der Champions League für ein Gastspiel in der Amateurliga zu gewinnen, grenzt an ein Wunder, wird von uns aber auch als Ritterschlag empfunden, für den wir außerordentlich dankbar sind.“ Den Kern von Fiori Concertati bilden neben Matthias Hengelbrock (Violine I) die gebürtigen Wilhelmshavener Jan-Christoph Hellmann (Violine II), Jens-Peter Dünnhaupt (Viola), Hartmut Brestrich (Violoncello), Helmut Geisendorff (Kontrabass) und Jan Sielemann (Cembalo). Verstärkt wird das Ensemble diesmal von zwei Oboisten und einem Theorbisten aus Bremen. Der Eintritt zu dem etwa einstündigen Konzert ist wieder frei. Auch dies ist Hengelbrock ein besonderes Anliegen: „Wir wollen mit unserer Musik kein Geld verdienen, sondern anderen eine Freude bereiten. Ein Eintrittsgeld würde nur Barrieren aufbauen; uns ist aber jeder willkommen. Und die Erfahrung der letzten zehn Jahre zeigt erfreulicherweise, dass unser Publikum dies zu schätzen weiß und uns nicht auf den Kosten sitzenlässt.“

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