Mit deutlicher Mehrheit verabschiedete die 46. Synode auf ihrer 5. Tagung Leitlinien zur Geistlichen Begleitung von Menschen in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften. Danach soll der Segen für Menschen, die in einer eingetragenen gleichgeschlechtlichen Partnerschaft leben, unter bestimmten Voraussetzungen möglich sein. Von zentraler Bedeutung ist in diesem Zusammenhang die Feststellung, dass das Zusammenleben in einer gleichgeschlechtlichen Partnerschaft „als eigenständiger Lebensform“ nur ernst genommen werde, „wenn es sich nicht an anderen Lebensformen misst und von diesen her seine Bedeutung abzuleiten versucht“. Durch den Verzicht auf Ringwechsel und Traufrage soll eine Verwechselbarkeit mit der Trauung ausgeschlossen werden. Die Frage, ob eine gottesdienstliche Begleitung vorgenommen wird, ist in das seelsorgerliche Ermessen und die Verantwortung des einzelnen Pfarrers gelegt. Der Gemeindekirchenrat ist dabei hinzu zu ziehen. Für gleichgeschlechtlich zusammenlebende Menschen kann eine gottesdienstliche Begleitung in der Form eines Sondergottesdienstes angeboten werden. Sie stellt keine Amtshandlung dar wie die Trauung.
Damit präzisierte die Synode ihren Beschluss vom November 2003 und setzte damit den Schlusspunkt unter eine intensive und kontroverse Diskussion, deren Fronten quer durch die Evangelisch-lutherische Kirche in Oldenburg verliefen. Der Beschluss war aus inhaltlichen und rechtlichen Gründen vom Oberkirchenrat beanstandet und in zwei Ausschüssen der Synode neu beraten worden.
Für den Oberkirchenrat begrüßte Bischof Peter Krug die Beschlussfassung, die eine „wesentliche Klärung des Verhältnisses zwischen einer Segnung zweier Menschen und der Trauung“ herbeigeführt habe. Diese Frage kirchlichen Handelns vor allem in die seelsorgerliche Verantwortung zu legen, sei ein gangbarer Weg, der „die evangelische Christenheit in ihrer Befürwortung und ihren Bedenken nicht auseinanderfallen“ lasse. Den Bedenken des Oberkirchenrats sei „in den wesentlichen Punkten“ abgeholfen. Die Evangelisch-lutherische Kirche in Oldenburg bewege sich damit im Bereich der Evangelisch-lutherischen Kirche im Bereich einer „gemäßigten Linie“.
Petition beendet Über 340 Unterschriften für die Möglichkeit der Segnung in Oldenburg Nachdem am 13.11.2003 die Synode der Ev.-Luth. Kirche mit einer klaren Mehrheit für die Möglichkeit einer "Segnung gleichgeschlechtlicher Lebensgemeinschaften" votiert hat, wurde dieser Beschluss in der Zwischenzeit vom Oberkirchenrat und durch ein klares Votum des Bischofs Krug auf Eis gelegt, da er die Einheit der Kirche gefährden würde und Gemeinden überfordere. Die VertreterInnen der Studierenden der Ev.-Luth. Kirche in Oldenburg hatten sich bereits kurz nach der Synode dazu entschlossen, eine Möglichkeit bereitzustellen, diesen Beschluss positiv zu begrüßen. Deswegen haben sie in den letzten Wochen zu einer Briefaktion und später auch zu einer Online-Petition gleichen Inhalts aufgerufen. Diese ist nun abgeschlossen. Die Petition wurde an die Zuständigen Stellen im Oberkirchenrat und in der Synode übersandt. Den Text der Petition und die über 340 UnterzeichnerInnen finden Sie direkt im Internet unter www.petitiononline.com/okr2003/petition.html. Die StudierendenvertreterInnen wünschen den zuständigen Gremien für die weiteren Beratungen viel Fingerspitzengefühl und hoffen, dass die Entscheidung der Synode - gegebenenfalls nach Ausbesserung formaler Mängel - in ihren inhaltlichen Grundzügen beibehalten werden kann.
Für die Studierenden i.A. Christoph Gerdes
Kerner-Mitschnitt online
Der Auftritt von Ben und Ubbo bei J.B. Kerner vom letzten Mittwoch ist auf der ZDF-Webseite als Video zu sehen (12 Minuten)
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Austritt vor Fernsehpublikum bekräftigt HOMO-SEGNUNG Huntloser Pastor in Talkshow: „Wie Schmuddelkinder behandelt“ NORDWEST-ZEITUNG (NWZ), 12.10.2003 Seite R2
HUNTLOSEN/EPD – Der homosexuelle Pastor Ubbo Khumalo-Seegelken aus Huntlosen (Kreis Oldenburg) hat seinen Entschluss, aus der Kirche auszutreten, am Mittwochabend in der ZDF-Talkshow „Johannes B. Kerner“ bekräftigt. Nach 25 Jahren kirchenpolitischer Arbeit wolle er nicht mehr weitermachen, sagte der 64-Jährige. Letzter Anstoß sei die Weigerung der Oldenburger Kirchenleitung gewesen, einen Synodenkompromiss zur Segnung gleichgeschlechtlicher Paare zuzulassen. mehr »
Liebe Verwandte, Freundinnen, Freunde und Bekannte!Ganz kurzfristig hat die Johannes B. Kerner-Talkshow des ZDF uns zu sich eingeladen. Aus zwei Gründen haben wir die Einladung angenommen: mehr »